Nachhilfe bei Frau Keller Teil 141
Nach dem Sex – Am einsamen Strand .....
Carlos war bereits außer Sichtweite, als die drei noch immer nackt im Sand lagen. Die Sonne brannte weniger aggressiv als zuvor, ein leichter Wind kam vom Meer und trocknete den Schweiß auf ihrer Haut. Zwischen ihnen herrschte eine seltsame, schwere Stille – keine peinliche, eher eine volle.
Anna lag auf dem Bauch, die Arme unter dem Kinn verschränkt, und starrte aufs Wasser. Nina lag auf dem Rücken neben ihr, eine Hand auf dem eigenen Bauch. Jonas saß etwas erhöht im Sand, die Arme um die angezogenen Knie gelegt, und beobachtete die beiden Frauen.
Nach einer Weile war es Nina, die als Erste sprach.
„Ich hab nicht gedacht, dass ich das zulassen würde“, sagte sie leise. „Anal. Mit jemandem, den ich nicht kenne. Und dann auch noch… so.“
Anna drehte den Kopf zu ihr. Sand klebte an ihrer Wange. „Und? Wie war es für dich?“
Nina überlegte. Ein kleines, ungläubiges Lachen kam über ihre Lippen. „Intensiv. Am Anfang fast zu viel. Er war so dick… ich dachte kurz, ich muss aufhören. Aber dann…“ Sie biss sich auf die Unterlippe. „Dann wollte ich, dass er weitermacht. Besonders als du meinen Kopf gehalten hast.“
Anna streckte eine Hand aus und strich Nina über den Unterarm. „Ich fand es heiß, dich so zu sehen. Wie du dich ihm hingegeben hast. Und wie vorsichtig er am Anfang war… bevor er richtig losgelegt hat.“
Jonas räusperte sich. Seine Stimme klang rau. „Ich konnte kaum wegschauen. Besonders als er euch nacheinander genommen hat. Zuerst dich, Anna. Dann dich, Nina. Und ihr habt beide… mitgemacht. Richtig.“
Anna setzte sich langsam auf. Der Sand rieselte von ihren Brüsten und dem Bauch. Zwischen ihren Beinen spürte sie noch immer ein dumpfes Pochen – die Erinnerung an die Dehnung, an die Härte, an das Gefühl, von jemandem genommen zu werden, der deutlich größer war als alles, was sie sonst kannte.
„Hat es dich gestört?“, fragte sie Jonas direkt. „Dass du nur zugeschaut hast?“
Jonas schüttelte den Kopf. „Nein. Im Gegenteil. Es war… extrem erregend. Dich beide so zu sehen. Wie ihr euch auf ihn eingelassen habt. Wie ihr gestöhnt habt. Und dass ich dabei war, ohne mitzumachen – das hat es irgendwie noch stärker gemacht.“
Nina drehte sich auf die Seite und stützte den Kopf auf die Hand. „Ich hab dich die ganze Zeit im Augenwinkel gehabt. Wie du dich angefasst hast. Das hat mich zusätzlich angemacht. Zu wissen, dass du zusiehst, während er in mir ist.“
Eine Welle kam etwas höher und umspülte ihre Füße. Niemand bewegte sich weg.
Anna zog die Knie an und legte die Arme darum. „Ich glaube, ich bin auf den Geschmack gekommen. Nicht nur wegen der Größe. Sondern wegen dem ganzen Setting. Fremder Mann. Öffentlich, aber trotzdem allein. Du schaust zu. Nina ist dabei. Es fühlt sich an, als würden wir hier eine andere Version von uns ausprobieren.“
Jonas rutschte näher und setzte sich direkt hinter sie. Er legte die Arme um ihren nackten Oberkörper und küsste ihren Scheitel. „Und diese Version gefällt dir.“
„Ja.“ Anna lehnte sich gegen ihn. „Sehr sogar.“
Nina setzte sich ebenfalls auf und rutschte eng an die beiden heran. Für eine Weile sagten sie nichts mehr. Sie saßen einfach da – nackt, sandverschmiert, mit dem Geruch von Sex und Meer auf der Haut – und ließen das gerade Erlebte sacken.
Irgendwann legte Nina den Kopf auf Annas Schulter. „Glaubst du, wir sehen ihn wieder?“
Anna zuckte leicht mit den Schultern. „Keine Ahnung. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Aber ich glaube, das ist gar nicht so wichtig. Wichtig ist, dass es passiert ist. Und dass wir alle drei damit einverstanden waren.“
Jonas nickte und strich beiden über den Rücken. „Was im Urlaub passiert…“
„…bleibt im Urlaub“, ergänzte Nina leise. Dann lächelte sie schwach. „Aber ich werde das nicht so schnell vergessen.“
Sie blieben noch lange am Strand. Irgendwann gingen sie erneut kurz ins Wasser, um den Sand und die Spuren des Sex abzuwaschen. Die Berührungen dabei waren zärtlicher, weniger gierig – eher ein gegenseitiges Vergewissern. Als sie zurück zu den Handtüchern kamen, legten sie sich eng zusammen, die Körper aneinander, und ließen die Sonne den Rest der Feuchtigkeit trocknen.
Keine von ihnen hatte es eilig, zurück zum Hotel zu gehen.
Der Nachmittag hing schwer und golden über dem einsamen Strandabschnitt.
Und zwischen ihnen lag das Wissen, dass sie gerade etwas überschritten hatten –
etwas, das sie nicht mehr ungeschehen machen konnten.
Und das sie auch gar nicht ungeschehen machen wollten.