Nachhilfe bei Frau Keller Teil 143
Nächster Tag – Bootstour ...
Am nächsten Morgen holte sie ein kleiner Transfer direkt am Hotel ab. Die Bootstour war als „Snorkeling & Hidden Beach“ ausgeschrieben – ein mittelgroßes Holzboot, maximal zwölf Gäste, zwei Stopps zum Schnorcheln und ein längerer Aufenthalt an einem abgelegenen Strandabschnitt. Anna, Nina und Jonas hatten bewusst die frühe Tour genommen, in der Hoffnung auf weniger Trubel.
Das Boot legte gegen halb zehn ab. Die Sonne stand bereits hoch, das Wasser schimmerte in einem fast unwirklichen Türkis. Die meisten Gäste verteilten sich auf dem Vorderdeck. Die drei suchten sich einen Platz etwas weiter hinten, nahe dem niedrigen Geländer.
Einer der Mitarbeiter fiel den beiden Frauen sofort auf.
Er war groß, dunkel, Anfang dreißig, mit sehr geraden Schultern und einem ruhigen, konzentrierten Gesicht. Er trug nur eine kurze, eng anliegende Boardshort und nichts darüber. Als er an ihnen vorbeiging, um die Schnorchelausrüstung zu kontrollieren, blieb er kurz stehen und erklärte etwas zu den Stopps. Dabei stand er nah genug, dass weder Anna noch Nina den Blick senken konnten.
Durch den dünnen Stoff seiner Hose zeichnete sich sein Schwanz deutlich ab. Schwer, dick, nach links geneigt. Kein voller Ständer, aber die Form und das Gewicht waren unverkennbar. Als er sich leicht drehte, um auf etwas am Horizont zu deuten, bewegte sich der Umriss unter dem Stoff.
Nina stieß Anna kaum sichtbar mit dem Knie an. Anna erwiderte den Druck. Beide schauten zu lange.
Als der Mann weiterging, beugte sich Nina zu Anna und flüsterte: „Hast du das gesehen?“
„Ja.“ Annas Stimme war bereits etwas rauer. „Sehr deutlich sogar.“
Jonas, der auf der anderen Seite saß, hob eine Augenbraue. „Was habt ihr jetzt schon wieder?“
Anna lächelte schief und nahm einen Schluck von ihrem kalten Wasser. „Der Typ mit der Ausrüstung. Seine Hose… versteckt nicht viel.“
Jonas folgte ihrem Blick. Der Mitarbeiter stand inzwischen am Bug und befestigte etwas. Auch von weitem war die Linie unter dem Stoff zu erkennen. Jonas schnaubte leise. „Ihr seid unmöglich.“
„Aber du schaust auch hin“, entgegnete Nina leise.
Die Fahrt ging weiter. Der erste Schnorchelstopp war noch voller Leute und blieb unverfänglich. Sie schwammen, schauten sich Fische an, lachten. Doch jedes Mal, wenn der Mitarbeiter in die Nähe kam – um jemandem eine Maske zu richten, um etwas zu erklären oder einfach nur um das Boot zu sichern – wanderten die Blicke der beiden Frauen erneut nach unten. Einmal, als er sich über die Reling beugte, spannte sich der Stoff besonders fest. Nina biss sich auf die Unterlippe.
Auf dem Rückweg zum Boot, während sie noch im Wasser standen, flüsterte Anna Nina zu: „Ich stell mir gerade vor, wie das aussieht, wenn er hart wird. Richtig hart. Wie dick der dann sein muss.“
Nina schloss kurz die Augen. „Ich auch. Und wie es sich anfühlen würde… wenn er einen von uns gegen die Bordwand drückt.“
Die Fantasien liefen heiß.
Während das Boot zum zweiten, entlegeneren Stopp fuhr, saßen die beiden Frauen eng beieinander. Die Unterhaltung mit Jonas lief weiter, aber unter der Oberfläche arbeiteten ihre Köpfe. Anna malte sich aus, wie der Mann sie im Wasser von hinten nehmen würde, während die anderen Gäste weiter vorn schnorchelten. Nina dachte daran, auf den Knien vor ihm zu liegen, irgendwo im Schatten des Boots, und diesen schweren Schwanz endlich in den Mund zu nehmen. Beide wurden spürbar feucht, nur vom Denken.
Jonas bemerkte die veränderte Stimmung. Er legte eine Hand auf Annas nackten Oberschenkel und drückte leicht. „Ihr plant schon wieder etwas.“
Anna drehte den Kopf zu ihm und lächelte unschuldig. „Wir schauen nur. Noch.“
„Noch“, wiederholte Nina leise.
Als das Boot schließlich an einem wirklich einsamen Riff stoppte und der Anker fiel, war die Luft zwischen den dreien bereits geladen. Der Mitarbeiter – er hieß offenbar Miguel – sprang als Erster ins Wasser, um die Lage zu prüfen. Als er wieder an Bord kam und sich mit den Händen am Rand hochzog, klebte der nasse Stoff seiner Hose noch enger. Der Umriss war jetzt unmöglich zu übersehen.
Anna und Nina sahen sich an.
Der Nachmittag hatte gerade erst begonnen.
Und die Fantasien der beiden Frauen waren bereits einen großen Schritt weiter als nur Schauen.