Endlich im Zug
Die Türen des Zuges öffnen sich mit einem scharfen Zischen, und Joline wird von der Menge förmlich in das Abteil hineingepresst. Der Wagon ist bis zum letzten Platz gefüllt, eine dichte Masse aus Körpern, Wärme und den verschiedenen Gerüchen von Parfüm, Schweiß und abgestandenem Kaffee. Joline tastet sich mit den Händen vorwärts, ihre Finger gleiten über Jacken und Ärmel, während sie versucht, ihr Gleichgewicht auf den hohen schwarzen Stilettos mit offenen Zehen zu halten. Das enge Satin-Korsett schnürt ihren Oberkörper fest ein, drückt ihre schweren, prallen Brüste nach oben und macht jede Atmung zu einer bewussten Anstrengung. Ihr Bauch wölbt sich deutlich unter dem Stoff, ein rundes, unverkennbares Zeugnis ihrer fortgeschrittenen Schwangerschaft.
Sie geht weiter den Gang entlang, die Stöckel klackern rhythmisch auf dem Metallboden, doch kaum jemand bemerkt sie oder rückt zur Seite. Ein paar Blicke streifen ihren Bauch, aber die meisten Gesichter sind in Smartphones oder Zeitungen vertieft, gleichgültig gegenüber der schwangeren Frau, die sich durch den Waggon kämpft. Joline spürt, wie ihre Füße in den engen Schuhen pochen, die Last des Kindes und das Korsett drücken auf ihre Lenden. Erst ganz hinten im Zug, wo die Menschenmenge etwas dünner wird, findet sie einen freien Platz an der Fensterseite.
Sie lässt sich mit einem schweren Seufzen fallen, die Polsterung der Sitzbank drückt sich gegen ihre Oberschenkel. Der Zug setzt sich in Bewegung, ein rhythmisches Schaukeln greift durch den Wagen, und Joline spürt sofort, wie die Erschöpfung in ihren Gliedern überhandnimmt. Sie lehnt den Kopf gegen das kalte Glas, die Augenlider werden schwer, und der gleichmäßige Rhythmus der Räder auf den Schienen wiegt sie in einen kurzen, unruhigen Schlaf.
Als Joline die Augen wieder öffnet, hat sich der Szenerie leicht verändert. Der Zug rattert nun durch eine dunklere Strecke, nur das flackernde Licht der Tunnelbeleuchtung illuminiert das Abteil in kurzen Intervallen. Ihr gegenüber sitzt jetzt ein Mann, der vorher nicht da war. Er trägt einen dunklen Anzug, das Hemd ist am Kragen geöffnet, und er mustert sie mit einem intensiven, ruhigen Lächeln. Joline rückt unwillkürlich auf, zieht den Rock ihres Korsetts etwas über die Knie, doch der Mann winkt nur leicht ab.
„Schwerer Tag?“, fragt er, seine Stimme ist tief und ruhig, dringt aber klar durch das Klappern der Räder.
Joline nickt, ihre Stimme ist rau vom Schlaf. „Ja. Es ist... anstrengend in meinem Zustand.“
Der Mann beugt sich leicht vor, seine Augen gleiten von ihrem Gesicht über ihren Bauch zu ihren Beinen. „Ich kann sehen, dass Sie müde sind. Ihre Beine wirken geschwollen.“
Es ist keine Frage, sondern eine Feststellung. Joline spürt, wie die Hitze in ihren Wangen steigt. Die Stilettos haben ihre Füße in eine unnatürliche Form gezwängt, und die Durchblutung in ihren Waden ist stocksteif. „Sie tun weh“, gibt sie zu, ihre Hände gleiten instinktiv über ihre Oberschenkel.
„Lassen Sie mich helfen“, bietet er an und schiebt sich etwas auf die Sitzbankkante, ohne den Platz zu verlassen. „Ich kann gut massieren. Es entspannt.“
Joline zögert. Sie ist eine Fremde, er ist ein Fremder, und der Zug ist voll, auch wenn niemand in ihrer unmittelbaren Nähe sitzt. Doch der Schmerz in ihren Füßen und die verlockende Aussicht auf Linderung überwiegen ihre Skepsis. Sie nickt langsam und streckt ein Bein vor, sodass ihr Fuß zwischen seinen Beinen ruht.
Der Mann nimmt ihren Fuß sanft in seine Hände. Seine Finger sind warm, kräftig, und er beginnt sofort, mit festem Druck in ihre Sohle zu arbeiten. Joline stöhnt leise auf, ein Geräusch, das halb Schmerz, halb Erleichterung ist. Er drückt den Daumen in das Gewölbe ihres Fußes, löst die Verspannungen mit kreisenden Bewegungen, die sich wie elektrische Schocks durch ihr Bein ziehen. Während er arbeitet, gleitet seine Hand höher, über das Knöchel, streicht leicht über ihre Wade.
Er senkt den Kopf, zieht den Duft ihrer Haut ein. Plötzlich hält er inne, seine Nase flüstert fast über ihrer Haut, und ein tiefes, fast tierisches Lächeln umspielt seine Lippen. „Sie riechen gut“, sagt er, seine Stimme ist nun eine Oktave tiefer, rauher. „Sehr gut.“
Joline erstarrt. Ihr Herz hämmert gegen ihre Rippen. „Was... was meinen Sie?“
Er schaut ihr direkt in die Augen, während seine Hand ihre Wade fest umschließt. „Ich rieche Sex. Frischen, rohen Sex. Sie waren nicht gerade allein, oder?“
Ein heller Roter Schuss schießt in Jolines Gesicht. Sie will ihren Fuß zurückziehen, aber seine Hand hält sie fest, nicht gewaltsam, aber bestimmt. „Ich... wir waren... am Bahnsteig“, stammelt sie, die Worte kommen ihr schwer über die Lippen. „Er hat mich... hinter einer Säule genommen.“
Der Mann lehnt sich noch näher heran, seine Augen leuchten im flackernden Licht. „Erzählen Sie mir davon“, befiehlt er sanft, aber unmissverständlich. „Jedes Detail.“
Joline schluckt. Ihr Mund ist trocken, aber eine seltsame Hitze breitet sich in ihrer Unterleib aus. Sie schaut sich im Waggon um. Die anderen Passagiere sind entweder in ihre eigene Welt vertieft oder schlafen. Niemand sieht zu ihnen herüber. Niemand bemerkt, wie ihre Beine leicht weiter auseinanderfallen, wie der Mann seine Hand nun fest auf ihren Oberschenkel legt.
„Er hat mein Kleid hochgeschoben“, flüstert Joline, ihre Stimme zittert vor Erregung und Scham. „Er hat mich von hinten genommen, hart und schnell, während der Zug einfuhr. Ich konnte nicht schreien, aber es war... unglaublich.“
Der Mann atmet scharf ein. „Das macht mich wahnsinnig“, gibt er zu, seine Hand gleitet höher, unter den Saum ihres Korsetts, direkt auf ihre nackte, feuchte Haut. „Dass Sie mir das erzählen. Dass Sie hier sitzen, voll von seinem Samen, und mich daran teilhaben lassen.“
Joline stößt einen leisen, keuchenden Laut aus. Seine Finger finden ihre nasse Spalte, gleiten mühelos durch die Feuchtigkeit, die noch von ihrem vorherigen Abenteuer zeugt. Sie schaut erneut panisch in den Waggon, aber die Szenerie hat sich nicht verändert. Sie sind unsichtbar, isoliert in ihrer kleinen Welt aus Lüsternheit und Geheimnissen.
„Niemand sieht uns“, flüstert der Mann, als hätte er ihre Gedanken gelesen. Er öffnet seinen Hosenschlitz, und ein harter, dicker Schwanz springt hervor, der im flackernden Licht glänzt. „Kommen Sie her.“
Joline weiß, dass sie gehen sollte, dass sie sich aufraffen und wegrennen müsste, aber ihr Körper gehorcht nicht. Sie steht auf, ihre Knie zittern, und positioniert sich über ihm, den Rücken zum Fenster gekehrt. Sie lässt sich langsam sinken, fühlt, wie er sie an den Hüften fasst und sie auf sich herabzieht.
Als er in sie eindringt, füllt er sie vollständig aus, und Joline muss sich beißen, um nicht laut aufzuschreien. Er ist groß und dringt tief ein, stoßt mit einer Kraft, die ihren ganzen Körper erschüttert. Sie klammert sich an seine Schultern, ihre Nägel graben sich in den Stoff seines Anzugs, während er sie rhythmisch auf und ab bewegt.
Der Zug rattert weiter durch die Dunkelheit, und Joline schließt die Augen, verliert sich in der Bewegung, in der Hitze, in der absoluten Unwirklichheit des Moments. Sie ist schwanger, sie ist fremd, und sie wird hier, im vollbesetzten Zug, von einem Mann genommen, dessen Namen sie nicht kennt, und es ist das Aufregendste, was sie je gefühlt hat.