Nachhilfe bei Frau Keller Teil 139
Der einsame Strand ...
Nach einer guten Viertelstunde Fußweg entlang der Küste wurde der Strand merklich leerer. Die Liegen und Schirme des Hotels lagen weit hinter ihnen. Hier gab es nur noch feinen, hellen Sand, vereinzelte Palmen und das offene Meer. Kaum jemand war zu sehen. In der Ferne ging ein älteres Paar, ansonsten war der Abschnitt praktisch menschenleer.
Sie breiteten ihre Handtücher aus. Die Sonne stand bereits hoch, die Luft war heiß und salzig. Anna streifte sich als Erste das Kleid über den Kopf. Darunter trug sie nichts. Nina folgte, etwas zögerlicher, aber mit einem klaren Lächeln. Jonas zog sich ebenfalls aus.
Nackt standen sie einen Moment da und ließen den Wind über die Haut streichen. Es fühlte sich befreiend an – und gleichzeitig erregend. Die Erinnerung an den Dampfraum, an die dicken Schwänze, an das Gefühl, genommen zu werden, lag plötzlich wieder ganz nah.
„Komm“, sagte Anna und griff nach Ninas Hand.
Zusammen liefen sie ins Wasser. Es war angenehm warm und klar. Je tiefer sie gingen, desto mehr umschloss sie das Meer. Jonas folgte ihnen. Bald standen sie bis zur Brust im Wasser und ließen die Wellen gegen ihre Körper schwappen.
Nina lachte plötzlich auf, als eine etwas größere Welle sie traf, und klammerte sich an Anna. Die beiden Frauen küssten sich mitten im Wasser – salzig, nass, ungezwungen. Jonas trat hinter Anna, legte die Arme um beide und küsste zuerst Annas Nacken, dann Ninas Schulter.
Sie schwammen ein Stück hinaus, tauchten unter, ließen sich treiben. Immer wieder berührten sich Hände und Körper unter der Oberfläche. Es war spielerisch und gleichzeitig voller unterschwelliger Lust. Als sie wieder näher am Ufer standen, strich Anna mit der Hand zwischen Ninas Beine. Nina atmete hörbar aus und lehnte sich gegen sie.
„Hier draußen…“, flüsterte Nina, „fühlt sich alles nochmal anders an.“
Anna nickte und küsste sie erneut. Jonas beobachtete die beiden, sein Schwanz bereits halb erregt im Wasser. Er fasste Anna von hinten an die Brüste und drückte sich leicht gegen sie.
Für eine Weile blieben sie so im flachen Wasser stehen – küssend, berührend, sich aneinander reibend. Niemand sonst war in der Nähe. Nur das Rauschen der Wellen und ihr eigener Atem.
Irgendwann gingen sie zurück an den Strand, legten sich nackt auf die Handtücher und ließen die Sonne die nasse Haut trocknen. Anna lag in der Mitte, links Nina, rechts Jonas. Ihre Hände wanderten langsam und ohne Eile über die Körper der anderen.
Der Vormittag am einsamen Strand hatte gerade erst begonnen.
Und die Woche in der Dominikanischen Republik hielt noch einige Tage bereit.