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Geschichte von ceusy00

Nachhilfe bei Frau Keller Teil 129

10.09.2026
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Erster Abend – Langsam anfangen
Als die Sonne unterging, wechselten sie die Kleidung. Anna wählte ein leichtes, figurbetontes Kleid in Cremeweiß, das bei jeder Bewegung den Stoff über ihre Haut gleiten ließ. Nina trug ein kurzes, dunkles Kleid mit dünnen Trägern. Jonas entschied sich für ein offenes Leinenhemd und eine dunkle Hose.
Sie gingen zuerst zum Abendessen in eines der Restaurants mit Terrasse zum Meer. Das Licht war warm und goldrot, die Luft roch nach Salz und gegrilltem Fisch. Ein großer, dunkelhäutiger Kellner mit sehr geraden Schultern und ruhigen Bewegungen betreute ihren Tisch. Als er die Karten brachte, blieb sein Blick einen Moment länger bei Anna, dann bei Nina hängen. Nicht aufdringlich – eher prüfend, interessiert.
Anna erwiderte den Blick und lächelte höflich, aber klar. Nina senkte kurz die Augen, lächelte dann ebenfalls. Der Kellner stellte die Karten ab und sagte mit leichtem Akzent: „If you need anything… just let me know.“ Seine Stimme war tief und ruhig. Als er ging, stieß Nina Anna unter dem Tisch leicht mit dem Knie an.
„Er hat dich angeschaut“, flüsterte sie.
„Dich auch“, antwortete Anna leise. „Und nicht nur kurz.“
Jonas beobachtete die beiden über den Rand seines Glases. „Ihr fangt früh an.“
Anna zuckte nur mit den Schultern und schenkte sich Wasser ein. „Wir schauen. Mehr nicht. Noch nicht.“
Während des Essens kamen sie immer wieder ins Beobachten. Ein anderer Mitarbeiter – noch größer, mit sehr kurzen Haaren und einer engen schwarzen Uniformhose – räumte in der Nähe ab. Als er an ihrem Tisch vorbeikam, blieb sein Blick kurz an Ninas nackten Schultern hängen. Nina spürte es und drehte den Kopf leicht in seine Richtung. Ihre Blicke trafen sich für eine Sekunde zu lang. Dann ging er weiter.
Unter dem Tisch suchte Annas Fuß den von Nina. Ein leichtes Berühren, ein kleines Lächeln.
Nach dem Essen gingen sie in die Lobby-Bar. Die Beleuchtung war gedämpfter, Musik spielte leise im Hintergrund. Sie setzten sich an eine hohe Theke mit Blick auf den Pool, der inzwischen blau beleuchtet war. Der Barkeeper war Mitte dreißig, sehr groß, mit breitem Rücken und dunkler, glatter Haut. Als er ihre Bestellung aufnahm, stützte er beide Hände auf die Theke und beugte sich etwas vor. Sein Blick wanderte von Anna zu Nina und zurück.
„First night?“, fragte er mit einem kleinen Lächeln.
„Yes“, antwortete Anna. „We just arrived.“
„Then welcome.“ Sein Lächeln wurde etwas breiter. „You’re gonna like it here.“
Als er die Getränke brachte, stellte er sie sehr bewusst vor den beiden Frauen ab. Seine Finger berührten kurz den Fuß von Annas Glas, als er es hinschob. Ein unnötiger, absichtlicher Kontakt. Anna ließ es geschehen und sah ihn dabei an. Nina beobachtete die kleine Szene und spürte, wie sich etwas in ihrem Bauch zusammenzog.
Jonas saß etwas zurückgelehnt und sagte fast nichts. Er trank seinen Rum, hörte zu und sah zu. Manchmal legte er eine Hand auf Annas unteren Rücken, manchmal auf Ninas. Ein stiller Hinweis: Ich bin hier. Ich sehe alles. Und es ist in Ordnung.
Später setzten sie sich auf eine der großen Lounge-Sofas etwas abseits. Die Atmosphäre war locker, aber geladen. Immer wieder gingen Mitarbeiter vorbei. Einige schauten klar interessiert, andere professioneller. Ein besonders großer Mann mit sehr ruhigen Bewegungen blieb an der Bar stehen und unterhielt sich mit dem Barkeeper. Ab und zu wanderte sein Blick zu ihrer Gruppe.
Nina lehnte sich zu Anna und flüsterte: „Die schauen alle so… direkt.“
Anna strich ihr eine Haarsträhne hinters Ohr. „Weil sie merken, dass wir zurückschauen.“
Sie bestellten noch ein Getränk. Als der große Mann von der Bar irgendwann an ihrem Sofa vorbeikam, blieb er einen Moment stehen und nickte ihnen höflich zu. Anna erwiderte das Nicken und hielt seinen Blick eine Sekunde länger. Nina tat es ihr gleich. Der Mann lächelte knapp, fast unmerklich, und ging weiter.
Jonas beugte sich zu den beiden und sagte leise: „Ihr beide ladet gerade ein, ohne ein Wort zu sagen.“
Anna drehte den Kopf zu ihm und küsste ihn kurz, aber intensiv. „Wir tasten ab. Mehr nicht. Noch ist nichts passiert.“
Nina nahm einen Schluck von ihrem Drink und ließ den Blick durch den Raum schweifen. „Aber es könnte.“
Die Nacht war noch jung. Die Blicke hatten begonnen. Das Flirten war leicht, vorsichtig, aber eindeutig. Und alle drei spürten, dass die Grenze zwischen Schauen und Handeln irgendwann in den nächsten Tagen überschritten werden würde.
Nur nicht heute Abend.

Noch nicht.
Heute Abend blieb es bei Blicken, kleinen Berührungen und der stillen, wachsenden Spannung.

❤️Bedankt haben sich:
eduard60 , Tom-Fred , NiceOS67 , LordLecktsogern
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