Wie man die Ehefrau teilt und trotzdem gewinnt.
Prolog – Wie es dazu kam
Dies ist ein Plädoyer für eine offene Denkweise. Man kann geben und trotzdem mehr zurückbekommen. Nicht jede gesellschaftliche Konvention führt uns weiter. Zehn Jahre verheiratet oder zusammen zu sein, ist kein Selbstzweck und kein Wert an sich. Entscheidend bleibt stets die Frage: Haben wir im Rahmen aller Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen, unsere Zeit so gelebt, dass beide Partner ihre Träume, Wünsche und Bedürfnisse gemeinsam verwirklichen konnten? Nur das zählt wirklich.
**Der Anfang – Wo wir standen:**
Die ersten Jahre mit Sabine waren schön. Wirklich schön. Ich glaube, das muss ich klar sagen. Nicht dass meine Leser denken, ich hätte eine miserable Ehe geführt. Nein. Wir liebten uns. Wir lachten zusammen. Wir teilten unseren Alltag, unsere Wohnung, unsere Zukunftsvorstellungen.
Aber der Sex...
Der Sex war mit den Jahren eingeschlafen. Nicht gestorben. Nicht beendet. Nur... eingefroren. Immer dieselbe Abfolge. Dieselbe Position. Dieselben Töne von ihr. Dieselben Worte von mir. Montags war oft keiner da. Freitags hatten wir meist Zeit. Und samstags... samstags machten wir es, wenn wir nicht zu müde waren.
Sie sagte nie nein. Sie kam selten. Und wenn sie kam, dann leise. Geschlossene Augen. Ein kurzes Wimmern. Nichts, das ich wirklich hören konnte. Nichts, das mich wirklich erfüllte.
Ich merkte das Loch. Die Leere. Nicht in meiner Beziehung. In unserer Intimität.
Und ich fühlte mich... hilflos. Ich probierte Dinge aus. Massageöl. Erotische Geschichten. Filme. Aber sie reagierte immer zurückhaltend. „Das ist nicht mein Ding", sagte sie. „Ich mag es einfach lieber."
Einfach. Das Wort saß wie ein Messer zwischen uns. Einfach bedeutete: Routine. Einfach bedeutete: Kontrolle. Einfach bedeutete: Sicher.
Und sicher war gut. Aber sicher war auch... leer.
**Holger – Der Sportkumpel:**