Nachhilfe bei Frau Keller Teil 108
Zurück im Alltag ....
Nach dem intensiven Wochenende mit Tom und Lena kehrte der Alltag zurück. Anna ging wieder zur Schule, Jonas hatte inzwischen zwei Vorstellungsgespräche hinter sich und wartete auf Rückmeldungen. Abends kochten sie zusammen, lagen auf der Couch und genossen die Ruhe ihres gemeinsamen Hauses.
Doch die Erlebnisse der letzten Wochen ließen sie nicht los.
Am Mittwochabend saßen sie mit einem Glas Wein auf der Terrasse. Die Luft war mild, irgendwo zwitscherten noch Vögel. Anna lehnte mit dem Rücken an Jonas’ Brust, seine Arme umschlossen sie.
„Ich muss dir was sagen“, begann sie leise.
Jonas küsste ihren Haaransatz. „Erzähl.“
Anna drehte den Kopf leicht und sah ihn von der Seite an. „Ich merke immer stärker, wie sehr ich meine bi-Seite ausleben will. Nicht nur ab und zu bei einem Paar. Ich will öfter mit Frauen spielen. Richtig. Intensiv. Und ich will dich dabei haben.“
Jonas’ Hand strich langsam über ihren Bauch. „Das habe ich in den letzten Wochen auch gespürt. Besonders bei Lena. Du warst… anders. Freier. Hungriger.“
Anna nickte. „Ja. Und es gibt noch etwas: Ich finde es unglaublich heiß, dich mit einer anderen Frau zu sehen. Wenn du sie fickst, während ich zuschaue. Oder wenn du sie leckst und mich dabei ansiehst. Das macht mich wahnsinnig nass. Ich will das öfter. Nicht als Ersatz für uns – sondern als Ergänzung.“
Jonas atmete tiefer. Man spürte, wie ihn ihre Offenheit erregte.
„Du meinst also… eine zweite Frau. Regelmäßiger. Jemand, der zu uns beiden passt.“
„Genau.“ Anna drehte sich in seinen Arm und legte eine Hand auf seine Wange. „Jemand, bei dem ich mich fallen lassen kann. Und bei dem ich gleichzeitig zusehen kann, wie du sie nimmst. Ich will beides. Dich mit einer Frau teilen – und sie mit dir.“
Sie schwiegen einen Moment. Die Vorstellung lag schwer und aufregend zwischen ihnen.
Jonas fragte irgendwann: „Hast du schon jemand Bestimmtes im Kopf?“
Anna biss sich auf die Unterlippe. „Ein paar Ideen. Sarah zum Beispiel – meine Kollegin von der Einweihungsparty. Die Chemie war damals gut, und sie ist offen. Aber sie ist auch beruflich nah an mir, das könnte kompliziert werden.“
Jonas nickte nachdenklich. „Wer noch?“
„Da ist noch eine Frau aus meinem Yoga-Kurs. Nina. Mitte dreißig, sehr attraktiv, irgendwie sinnlich. Wir haben schon ein paar Mal länger nach dem Kurs geredet. Einmal hat sie mich so angeschaut… ich glaube, da ist Interesse. Aber ich weiß nicht, ob sie überhaupt in Richtung Dreier denkt.“
Anna strich über Jonas’ Brust und wurde mutiger.
„Und dann gibt’s da noch die Möglichkeit, gezielt jemanden zu suchen. Über das Forum. Eine Single-Frau, die explizit auf Paare steht. Jemand, der weiß, worauf sie sich einlässt. Die sich bewusst für uns entscheidet.“
Jonas zog sie enger an sich. „Das klingt am saubersten. Weniger Risiko für Verwicklungen. Und wir können von Anfang an ehrlich sein: dass du bi bist, dass du zusehen willst, wenn ich sie ficke – und dass ich es genieße, dich mit einer Frau zu sehen.“
Anna lächelte und küsste ihn langsam. „Genau so. Ich will keine heimlichen Spiele. Ich will, dass wir das gemeinsam entscheiden. Und dass du genauso Lust darauf hast wie ich.“
Jonas’ Hand glitt unter ihr Shirt und streichelte ihre Brust. „Ich habe sehr viel Lust darauf. Besonders auf den Teil, in dem du zusiehst. Und auf den Teil, in dem ich zuschaue, wie du eine Frau leckst.“
Anna stöhnte leise und schob ihr Bein über seinen Schoß. „Dann lass uns das angehen. Langsam. Aber bewusst.“
Sie küssten sich tiefer. Die Unterhaltung wurde immer erregter. Anna erzählte, wie sie sich vorstellte, dass Jonas eine andere Frau von hinten nahm, während sie daneben saß und sich berührte. Jonas beschrieb, wie er zusehen wollte, wie Anna eine Frau zum Kommen brachte.
Irgendwann ritt Anna ihn direkt auf dem Gartenstuhl, langsam und tief, während sie weiter über mögliche Frauen sprachen. Jedes Mal, wenn einer von beiden einen konkreten Gedanken aussprach, wurde die Bewegung intensiver.
Als sie kamen, blieb Anna erschöpft auf ihm sitzen und flüsterte:
„Wir suchen jemanden. Richtig. Für uns beide.“
Jonas hielt sie fest und küsste ihren Hals.
„Ja. Für uns beide.“
Der Alltag war zurück – aber er hatte eine neue, aufregende Richtung bekommen.
Anna wollte ihre bi-Seite stärker ausleben.
Und Jonas wollte sie dabei nicht nur begleiten, sondern aktiv mit ihr teilen.
Die Suche nach der passenden zweiten Frau hatte begonnen.