Nachhhilfe bei Frau Keller Teil 53
Am nächsten Tag – der kleine See
Es war ein warmer Sonntagnachmittag. Der versteckte See lag ruhig und fast menschenleer da – nur vereinzelt hörte man ein paar Stimmen von der anderen Seite des Ufers.
Anna, Lena und Jonas hatten sich an ihrer gewohnten versteckten Stelle getroffen. Sie hatten eine große Decke ausgebreitet, Handtücher und eine kleine Kühltasche mitgebracht. Kaum waren sie angekommen, zogen sie sich aus und rannten nackt ins Wasser.
Das Wasser war angenehm kühl. Sie alberten herum, spritzten sich nass, tauchten unter und küssten sich zwischendurch im Wasser. Lena schlang die Beine um Jonas, während Anna von hinten ihre Brüste umfasste und ihren Hals küsste. Es war spielerisch, leicht und voller Vorfreude.
Später lagen sie zu dritt auf der großen Decke in der Sonne. Die Haut war noch feucht, die Sonne wärmte sie langsam auf. Lena lag in der Mitte, den Kopf auf Annas Bauch, die Beine über Jonas’ Schoß.
Anna strich Lena gedankenverloren durch die nassen Haare und schaute hinauf in die Baumkronen.
„Ich hab in letzter Zeit viel nachgedacht“, begann sie leise. „Über uns. Über das, was wir schon alles ausprobiert haben… und was wir vielleicht noch ausprobieren könnten.“
Jonas drehte den Kopf zu ihr. „Und woran hast du gedacht?“
Anna zögerte einen kurzen Moment, dann sprach sie es aus:
„Ich würde gerne mal einen Swingerclub besuchen. Mit euch beiden.“
Lena hob den Kopf und sah Anna überrascht, aber interessiert an. Jonas zog die Augenbrauen hoch.
Anna fuhr fort, ihre Stimme ruhig und ehrlich:
„Ich bin neugierig. Nicht weil ich unzufrieden mit uns bin – im Gegenteil. Aber ich möchte einfach mal sehen, wie es dort zugeht. Wie andere Paare und Gruppen miteinander umgehen. Ob es wirklich so frei und entspannt ist, wie man immer hört… oder ob es doch ganz anders ist. Ich würde gerne beobachten. Und vielleicht… irgendwann auch mitmachen. Aber nur, wenn ihr beide das auch wollt.“
Sie sah erst Lena, dann Jonas an.
„Keine Verpflichtung. Wir könnten erstmal nur hingehen, uns umschauen, etwas trinken und gucken. Und wenn es uns nicht gefällt, gehen wir sofort wieder.“
Lena biss sich auf die Unterlippe. Man sah ihr an, dass der Gedanke sie gleichzeitig nervös und erregte.
„Ein Swingerclub… wow. Also wo richtig viele Leute Sex haben? Vor anderen? Oder miteinander tauschen?“
Anna nickte. „Genau. Manche sind eher zum Zuschauen und Soft-Swapping da, andere gehen richtig zur Sache. Es gibt verschiedene Clubs. Manche sind eher elegant und zurückhaltend, andere ziemlich wild.“
Jonas strich über Lenas Oberschenkel und dachte nach.
„Ich bin… offen dafür“, sagte er schließlich. „Nach allem, was wir schon gemacht haben – mit Max, in der Dusche, hier am See – würde ich lügen, wenn ich sagen würde, dass mich der Gedanke nicht anmacht. Aber ich hätte auch Respekt davor. Vor allem, weil ich nicht weiß, wie ich reagieren würde, wenn ich sehe, wie ihr mit anderen rummacht.“
Lena drehte sich auf den Bauch und stützte das Kinn auf die Hände.
„Ich finde die Vorstellung irgendwie total aufregend… und gleichzeitig ein bisschen einschüchternd. Aber ich würde es gerne mit euch zusammen ausprobieren. Nicht sofort alles, aber… hingehen und schauen. Und vielleicht ein bisschen mitmachen, wenn die Stimmung passt.“
Anna lächelte erleichtert.
„Genau das dachte ich auch. Wir könnten uns einen Club in einer anderen Stadt suchen, damit das Risiko geringer ist. Erstmal nur als Besucher. Und wir vereinbaren klare Regeln: Was wir machen und was nicht. Und wir bleiben immer zusammen.“
Sie legte eine Hand auf Lenas Po und eine auf Jonas’ Brust.
„Was denkt ihr? Wäre das etwas, das euch reizen würde?“
Lena nickte langsam, mit einem kleinen, aufgeregten Lächeln.
„Ich bin dabei. Unter einer Bedingung: Wir bleiben immer in Sichtweite voneinander. Und wenn einer von uns sich unwohl fühlt, gehen wir sofort.“
Jonas nickte ebenfalls.
„Einverstanden. Dann lass uns einen Club suchen. Aber nicht diese Woche. Lass uns noch ein bisschen darüber reden und uns darauf freuen.“
Anna zog beide zu sich und küsste erst Lena, dann Jonas lange und zärtlich.
„Gut. Dann machen wir das. Und bis dahin… genießen wir weiter nur uns drei.“
Sie rollte sich über Lena und küsste sie tiefer, während Jonas von hinten an sie heranrückte. Das Gespräch über den Swingerclub hatte die Stimmung deutlich angeheizt.
Die Sonne schien warm auf ihre nackten Körper, während die drei am See langsam wieder zueinander fanden – mit neuen, aufregenden Gedanken im Kopf.