Nachhhilfe bei Frau Keller Teil 55
Samstagabend – 18:45 Uhr, bei Anna zu Hause
Das Schlafzimmer war hell erleuchtet. Auf dem Bett lagen drei Outfits zur Auswahl.
Anna stand nur in schwarzer Spitzenunterwäsche vor dem Spiegel und zog sich ein elegantes, aber sehr tief ausgeschnittenes dunkelrotes Kleid an. Es war kurz genug, dass man beim Bücken ihre Strapse sehen würde.
Lena war deutlich nervöser. Sie hatte sich dreimal umgezogen. Jetzt trug sie ein kurzes schwarzes Kleid mit Spitzeinsätzen, das ihre Figur betonte, aber nicht billig wirkte. Sie zupfte ständig am Saum herum.
„Ist das nicht zu viel? Oder zu wenig?“, fragte sie unsicher.
Anna trat hinter sie, umarmte sie von hinten und küsste ihren Nacken.
„Du siehst wunderschön aus. Sexy, aber stilvoll. Genau richtig fürs erste Mal.“
Jonas trug ein dunkelblaues Hemd und eine schwarze Hose. Er stand etwas verloren im Raum und fuhr sich immer wieder durch die Haare.
„Ich bin so nervös“, gab er zu. „Mein Herz schlägt richtig schnell.“
Anna drehte sich zu beiden um und lächelte verständnisvoll.
„Das ist völlig normal. Mir geht’s genauso. Wir sind zum ersten Mal in so einem Club. Wir müssen nichts machen, was wir nicht wollen. Wir schauen erstmal. Trinken etwas. Reden. Und wenn wir uns unwohl fühlen, fahren wir sofort wieder nach Hause. Kein Druck.“
Sie gab beiden einen langen, beruhigenden Kuss.
Bevor sie losfuhren, standen sie noch einmal zu dritt vor dem großen Spiegel.
Anna in der Mitte, links und rechts von ihr Lena und Jonas. Sie nahm beide an der Hand.
„Wir gehen als Trio hin. Wir bleiben zusammen. Und wir erleben das gemeinsam. Okay?“
Lena und Jonas nickten. Lena drückte Annas Hand besonders fest.
Die Fahrt
Im Auto wurde es stiller. Je näher sie dem Club kamen, desto stärker wurde die Anspannung. Lena saß hinten und hielt Jonas’ Hand über die Mittelkonsole. Anna fuhr und warf immer wieder Blicke in den Rückspiegel.
„Wie stellt ihr euch das vor?“, fragte sie irgendwann leise. „Wollt ihr erst nur zuschauen? Oder seid ihr offen dafür, dass wir… mit anderen sprechen?“
Lena antwortete zuerst, ihre Stimme etwas höher als sonst:
„Ich will auf jeden Fall zuschauen. Und ich will, dass ihr beide mich berührt, während wir gucken. Das würde mich beruhigen.“
Jonas nickte. „Mir geht’s ähnlich. Ich bin neugierig, aber ich will nicht gleich mit jemandem mitgehen. Erstmal nur schauen… und vielleicht ein bisschen flirten.“
Anna lächelte. „Dann machen wir genau das.“
Ankunft – 20:40 Uhr
Der Club lag etwas außerhalb der Stadt in einem unauffälligen, modernen Gebäude mit dezenter Beleuchtung. Nur ein kleines Schild mit dem Namen „Velvet Circle“ verriet, was sich dahinter befand. Auf dem Parkplatz standen teure Autos, aber keine auffälligen Markierungen.
Sie stiegen aus. Anna nahm Lena und Jonas jeweils an eine Hand.
„Atmet tief durch“, flüsterte sie.
Am Eingang wurden sie von einer freundlichen, sehr attraktiven Frau Mitte 30 begrüßt. Sie trug ein elegantes schwarzes Kleid.
„Guten Abend. Seid ihr zum ersten Mal hier?“
Anna nickte. „Ja. Wir sind zu dritt.“
Die Frau lächelte warm und verständnisvoll. „Herzlich willkommen. Kein Druck, kein Zwang. Schaut euch in Ruhe um. Im Lounge-Bereich gibt es Getränke und Snacks. Die Playrooms sind ab 22 Uhr richtig geöffnet. Wenn ihr Fragen habt – einfach fragen.“
Sie bekamen Armbänder (weiß = nur zuschauen / Interesse an Gesprächen, rot = aktiv suchend) und durften eintreten.
Erste Eindrücke im Club
Der Eingangsbereich war elegant und gedimmt beleuchtet – dunkler Holzboden, rote und goldene Akzente, leise elektronische Musik. Es roch angenehm nach Parfüm und Räucherstäbchen.
Sie betraten den großen Lounge-Bereich. Etwa 30–40 Leute waren schon da. Die Atmosphäre war überraschend entspannt und schick. Manche Gäste waren in eleganter Abendgarderobe, andere schon sehr freizügig. Auf den Sofas saßen Paare und kleine Gruppen, unterhielten sich, lachten, küssten sich. In einer Ecke küsste ein Mann eine Frau leidenschaftlich, während eine andere Frau seine Hose öffnete.
Lena drückte Annas Hand fester. Ihre Stimme war ganz leise:
„Oh Gott… das ist alles echt. Die machen wirklich einfach so… vor allen anderen.“
Jonas schaute sich mit großen Augen um. „Es fühlt sich… seltsam normal an. Und gleichzeitig total verrückt.“
Anna führte sie zu einer Sitzgruppe etwas abseits. Sie bestellten Getränke (alkoholfrei fürs Erste) und setzten sich eng zusammen.
Von ihrem Platz aus konnten sie gut beobachten. Auf der anderen Seite des Raums lag eine Frau auf einem großen Sofa, während zwei Männer und eine Frau sie verwöhnten. Die Geräusche waren gedämpft, aber deutlich hörbar.
Lena lehnte sich an Jonas und flüsterte aufgeregt:
„Ich bin total nervös… aber ich bin auch schon richtig feucht.“
Anna lächelte und küsste sie sanft auf die Schläfe.
„Wir haben Zeit. Lasst uns erstmal schauen und die Atmosphäre aufnehmen. Und wenn ihr wollt… können wir später ein bisschen rumlaufen und uns die Playrooms anschauen.“
Jonas nahm beide an die Hand und drückte sie.
„Ich bin froh, dass wir zu dritt hier sind.“
Die drei saßen eng aneinander gekuschelt da – neugierig, ein bisschen schüchtern, aber mit wachsender Erregung.
Der Swingerclub lag offen vor ihnen.
Und ihre gemeinsame Nacht hatte gerade erst begonnen.